Naturgarten oder strukturierter Garten?
Repräsentativer Empfangsgarten, Stadtgarten oder Unternehmensanlage – in jedem Fall mediterran gedacht.
Ihre Außenräume sind weit mehr als gestaltete Flächen. Sie sind Lebensräume – Orte der Begegnung, der Gastfreundschaft und des Rückzugs. Orte, die Kraft schenken. Oft spiegeln sie eine bestimmte Lebenshaltung: das Zusammenspiel von Geselligkeit und Ruhe, von Offenheit und Intimität, von Weite und Geborgenheit.
Manche Gärten sind zugleich Teil eines professionellen Konzepts – etwa bei großzügigen Ferienanlagen, umgestalteten provenzalischen Landgütern, Hotels oder Weingütern. Auch Außenbereiche für Mitarbeiter und Gäste gewinnen zunehmend an Bedeutung als Orte der Erholung und Inspiration.
Durch die folgenden Illustrationen lade ich Sie ein, die individuellen gestalterischen Antworten zu entdecken, die aus den unterschiedlichen Wünschen, Anforderungen und Visionen meiner Kundinnen und Kunden entstanden sind.
Die Ästhetik des strukturierten Gartens
Der Terrassengarten „La Bruguière“ greift die großen Klassiker der französischen und norditalienischen Gartenkunst auf: klare geometrische Formen, lineare Raumachsen und Wegeführungen sowie die Kunst des Formschnitts als prägendes Gestaltungselement.
Dieser bewusst stark strukturierte Garten entstand aus dem Wunsch der Auftraggeber heraus, die Hanglage neu zu ordnen und ihr eine repräsentative, elegante Ausstrahlung zu verleihen.
Durch die Gliederung in klar definierte Gartenräume habe ich eigenständige Bereiche geschaffen, die Schritt für Schritt entdeckt werden wollen. Ein kraftvolles Spiel aus Perspektiven und Blickachsen verleiht dem Ort Tiefe, Struktur und eine besondere Präsenz.
In enger Verbindung mit der Natur,
der naturalistische Garten
Crédits photos @Dany & Febvay Architects
Ein naturalistischer Garten folgt keiner strengen formalen Vorgabe und steht in enger Verbindung zur umgebenden Natur. Weiche Linien und geschwungene Formen prägen das Bild; die Pflanzen entfalten sich in ihrer natürlichen Wuchsform und Ausdruckskraft. Die standortgerechte, regionale Pflanzenpalette bildet die Grundlage der Gestaltung. Heimische Arten werden bevorzugt eingesetzt, um den Charakter des Ortes authentisch zu unterstreichen.
Auch die Förderung der Biodiversität spielt eine wesentliche Rolle: nektarreiche Pflanzen für Insekten, beerentragende Gehölze sowie eine große Artenvielfalt, die natürliche Gegenspieler potenzieller Schädlinge anzieht und so zu einem ökologischen Gleichgewicht beiträgt.
Stadtgarten
Jeder Ort birgt ein verborgenes Potenzial – meine Aufgabe ist es, dieses sichtbar zu machen.
Ein Beispiel: Dieser versteckte Garten einer Villa in L’Isle-sur-la-Sorgue misst gerade einmal 90 m², ist sehr schmal und langgestreckt.
Das Konzept vereint drei Mini-Gärten in einem, jeweils mit eigenem Charakter: ein exotischer Garten mit Palmen, Kakteen und Sukkulenten, ein romantischer Garten mit blühenden Pflanzen und ein moderner Garten mit einem kleinen Poolbecken.
Eine besondere Herausforderung
der Unternehmensgarten
Unternehmen befinden sich oft in Umgebungen, die von Asphalt, Beton und Stahl geprägt sind.
Daher ist es eine echte Herausforderung, einen Industriehof in einen ansprechenden Unternehmensgarten zu verwandeln – einen Ort der Erholung, des Austauschs und der Energiequelle für die Mitarbeitenden.
Genau dies habe ich für das Unternehmen Backroads in Pernes-les-Fontaines umgesetzt.
Heute laden überdachte Bereiche mit Tischen für sechs Personen zu gemeinsamen Mahlzeiten ein. Wer Bewegung sucht, findet auf dem Bouleplatz Gelegenheit zum Spiel. Für jene, die Ruhe und Entspannung schätzen, stehen in einem kleinen Rückzugsbereich Liegestühle bereit. Sichtschutzwände aus Holz, gezielt gesetzte Pflanzen und Naturstein gliedern den Raum und schaffen mehrere Nutzungszonen auf begrenztem Raum. So entsteht ein harmonisches Umfeld, das das Wohlbefinden der Teams fördert und die Qualität des Arbeitsumfeldes spürbar verbessert.